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  • Er pendelt zwischen Wolfsburg und Remscheid

    Cedric Pick macht Karriere als Sportmoderator.

    RTV will in die Verbandsliga aufsteigen. Sein Manager Cedric Pick hat es schon in die Bundesliga geschafft. Als Sportmoderator.

    Seine Stimme fehlt im Röntgen-Stadion. Cedric Pick hatte es verstanden, die Fans des FC Remscheid als Stadionsprecher bei den Heimspielen mitzureißen. Gut, dass der Fußball-Bezirksligist mit Daniel Kramer und Thorsten Greuling vernünftige Nachfolgelösungen für dieses wichtige Amt gefunden hat. Was nichts an der Tatsache ändert, dass sich viele fragen: Wo ist Pick eigentlich abgeblieben?

    Antwort: Cedric Pick hat seinen Lebensmittelpunkt nach Niedersachsen verlegt. Ihm geht es gut. Aus der Ferne fiebert er immer noch mit dem FCR mit, erfreut sich an jedem Sieg. Davon gab es in dieser Spielzeit schon reichlich.

    Pick will bei seiner Rückkehr in die Heimat den Aufstieg feiern

    Spätestens am 12. November wird der „Remscheider Jung“ aber wieder in seiner bergischen Heimat erwartet. Dann in seiner Funktion als Manager des Judo-Landesligisten Remscheider TV. Er will am letzten Kampftag der Saison endlich den Aufstieg in die Verbandsliga feiern. Dazu müssen Siege gegen den TuS Germania Grevenbroich und den TSV Viktoria Mülheim gelingen. Los geht es an dem Samstag in der Halle in der Theodor-Körner-Straße um 18 Uhr. Pick wird mitfiebern, wird organisieren und anfeuern. In erster Linie wird er die mit Sicherheit sehr spannenden Kämpfe aber moderieren.

    Letzteres ist seine Stärke. Und damit verdient er sein Geld. Nicht beim RTV – da wirkt Cedric Pick ehrenamtlich. Stattdessen als Kommentator des niedersächsischen Radiosenders Radio 38. Seit August ist er in dieser Funktion für die Berichterstattung von den Heimspielen des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und des Zweitliga-Tabellenführers Eintracht Braunschweig zuständig. „Für mich als Fußballfan ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt der Lüttringhausener, der vor einigen Monaten auch die Ehrung von Remscheids Sportlerinnen und Sportlern des Jahres im Teo-Otto-Theater fachkundig moderiert hat.

    Schon als Kind hatte Pick mit Begeisterung Live-Berichterstattung von Bundesligaspielen im Radio gehört. Jetzt kann er sein erworbenes Wissen selbst anbringen. „Die größte Herausforderung war es anfangs, die perfekte Mischung zwischen Emotionen und neutraler Berichterstattung zu transportieren“, gibt er zu. In Leverkusen war ihm der Einstieg gelungen, später hatte er Spiele von Alemannia Aachen kommentiert. Als die Anfrage von Radio 38 kam, zögerte der mittlerweile 29-Jährige nicht lange. Er zog nach Braunschweig – in direkte Nähe des Funkhauses. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Moderation der Nachmittagssendung „Spätschicht“, die immer von 15 bis 20 Uhr dauert.

    „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!“
    Cedric Pick, Sportmoderator

    Und was macht Pick, wenn er mal nicht vor dem Mikro sitzt? Dann kümmert sich der sportbegeisterte Mann um seinen RTV, verfolgt die Spiele des FCR am Liveticker und treibt sein Studium zum Diplom-Sportjournalisten voran. Erklärt sich, dass er selbst auch mit Begeisterung Sport treibt.

    Jetzt fiebert Pick erst einmal dem großen Judo-Saisonfinale in der RTV-Halle entgegen. „Das wird nichts für schwache Nerven“, spekuliert der Teammanager. Sollte den Remscheidern im Fernduell mit dem punktgleichen PSV Duisburg der Aufstieg gelingen, wäre dies ein durchaus historisches Ereignis. Noch nie in der Geschichte des RTV kämpfte eine Judo-Mannschaft höher.

    Am Mattenrand steht mit Karl-Richard Frey übrigens der Olympia-Fünfte von Rio, der sich das Spektakel nicht entgehen lassen will. Der Vize-Weltmeister wird sich Zeit für Autogramme und Selfies mit den Fans nehmen, steht für Gespräche zur Verfügung. ad

    Quelle: https://www.rga.de/lokalsport/pendelt-zwischen-wolfsburg-remscheid-6928635.html

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    Lokalsport

    Die Stimme des FCR in der Bundesliga

    Früher war er im Röntgen-Stadion die Stimme des FC Remscheid. Jetzt berichtet Cedric Pick für „Radio 38“ von Bundesliga-Spielen aus Wolfsburg und Braunschweig. Am Wochenende ist er als Manager der RTV-Judoka im Einsatz.

     

    Remscheid. Cedric Pick kommentiert fürs Radio in Wolfsburg, freut sich als RTV-Manager aber jetzt aufs Finale der Judo-Landesliga. Von Andreas Dach
    Seine Stimme fehlt im Röntgen-Stadion. Cedric Pick hatte es verstanden, die Fans des Fußball-Landesligisten FC Remscheid als Stadionsprecher bei den Heimspielen mitzureißen. Jetzt fragen sich viele: Wo ist Pick eigentlich abgeblieben? Antwort: Cedric Pick hat seinen Lebensmittelpunkt nach Niedersachsen verlegt. Ihm geht es gut. Aus der Ferne fiebert er immer noch mit dem FCR mit, erfreut sich an jedem Sieg. Davon gab es in dieser Spielzeit schon reichlich.

    Spätestens am 12. November wird der Remscheider aber wieder in seiner Heimat erwartet. Dann in seiner Funktion als Manager des Judo-Landesligisten Remscheider TV. Er will mit dem Team am letzten Kampftag der Saison endlich den ersehnten Aufstieg in die Verbandsliga feiern. Dazu müssen Siege gegen den TuS Germania Grevenbroich und den TSV Viktoria Mülheim gelingen. Los geht es an dem Samstag in der Halle an der Theodor-Körner-Straße um 18 Uhr. Pick wird mitfiebern, organisieren und anfeuern. In erster Linie wird er aber mutmaßlich spannende Kämpfe moderieren.

    Letzteres ist seine Stärke, und mit der verdient er sein Geld. Nicht beim RTV – da wirkt Cedric Pick ehrenamtlich. Stattdessen als Kommentator des niedersächsischen Radiosenders „Radio 38“. Seit August ist er in dieser Funktion für die Berichterstattung von den Heimspielen des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und des Zweitliga-Tabellenführers Eintracht Braunschweig zuständig. „Für mich als Fußballfan ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt der Lüttringhausener, der vor einigen Monaten auch die Ehrung von Remscheids Sportlerinnen und Sportlern des Jahres im Teo Otto Theater fachkundig moderiert hat.

    Schon als Kind hatte Pick mit Begeisterung Live-Berichterstattung von Bundesligaspielen im Radio gehört. Jetzt kann er sein erworbenes Wissen selbst anbringen. „Die größte Herausforderung war es anfangs, die perfekte Mischung zwischen Emotionen und neutraler Berichterstattung zu transportieren“, gibt er zu. In Leverkusen war ihm der Einstieg gelungen, später hatte er Spiele von Alemannia Aachen kommentiert. Als die Anfrage von „Radio 38“ kam, zögerte der mittlerweile 29-Jährige nicht lange. Er zog nach Braunschweig – in direkte Nähe des Funkhauses. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Moderation der Nachmittagssendung „Spätschicht“, die immer von 15 bis 20 Uhr dauert.

    Und was macht Pick, wenn er mal nicht vor dem Mikro sitzt? Dann kümmert sich der sportbegeisterte Mann um seinen RTV, verfolgt die Spiele des FCR am Liveticker und treibt sein Studium zum Diplom-Sportjournalisten voran. Natürlich treibt er auch selbst mit Begeisterung Sport.

    Jetzt fiebert Pick erst einmal dem großen Judo-Saisonfinale in der RTV-Halle entgegen. „Das wird nichts für schwache Nerven“, spekuliert der Teammanager. Sollte den Remscheidern im Fernduell mit dem punktgleichen PSV Duisburg der Aufstieg gelingen, wäre dies ein durchaus historisches Ereignis. Noch nie in der Geschichte des RTV kämpfte eine Judo-Mannschaft höher.

    Am Mattenrand steht mit Karl-Richard Frey übrigens der Olympia-Fünfte von Rio, der sich das Spektakel nicht entgehen lassen will. Der Vize-Weltmeister wird sich Zeit für Autogramme und Selfies mit den Fans nehmen und steht für Gespräche zur Verfügung.

    Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/remscheid/sport/die-stimme-des-fcr-in-der-bundesliga-aid-1.6370194

  • Remscheider wird Moderator der Teleshopping-Plattform „manybuy“

    Cedric Pick wechselt vom Laufsteg vorerst vor die Kamera: Auf einer Teleshopping-Plattform ist er täglich mehrere Stunden live zu sehen.© PR

    Das Leben von Cedric Pick hat sich in den vergangenen Monaten von Grund auf verändert. Ganz zu schweigen von dem, was ab dem 15. Februar auf ihn zukommt: Der Remscheider Judoka ist das Gesicht einer Werbekampagne für die Teleshopping-Plattform „manybuy“.

    Drei Monate lang laufen Werbespots mit ihm auf Sendern wie ProSieben, Sat.1 und Kabel 1. Parallel dazu wird er als Moderator täglich mehrere Stunden vor der Kamera stehen, von Schmuck über Nahrungsergänzung bis hin zum Edelstahlkamin die verschiedensten Produkte an den Mann beziehungsweise wohl vor allem an die Frau bringen: „manybuy“ will das Erfolgskonzept von Sendern wie QVC ins Internet übertragen.

    Laufsteg-Jobs und Fotoshootings: Das gehört zum Leben des in Remscheid aufgewachsenen Mannes seit seinem 18. Lebensjahr dazu. In Köln entdeckte ihn ein Fotograf damals auf der Straße. So richtig an Fahrt aufgenommen hat seine Karriere spätestens, seit er im vergangenen Jahr im Finale des Mens-Health-Cover-Wettbewerbs stand. Unter über 1000 Bewerbern hatte es der Remscheider in die Runde der letzten 22 geschafft. Auf dem Titelbild war er (bisher) zwar nicht – Ende März aber kommt ein Heft mit einer Fotostrecke des Mittzwanzigers an die Kioske.

    Das Model ist überzeugt vom Erfolg des Internet-Projektes

    Die mediale Aufmerksamkeit hat ihm volle Terminkalender beschert. Jedes Wochenende war er auf dem Laufsteg unterwegs: „Das war schon ein Turbo für die Karriere.“

    Über diese Jobs lernte er auch den Macher der neuen Plattform kennen. „Ich hatte mal angedeutet, dass ich in Richtung Moderation gern mehr machen würde“, sagt Pick – nicht ahnend, dass er einen Monat später einen Vertrag in der Tasche, einen Werbespot abgedreht und diverse Stunden Moderationstraining hinter sich haben würde. Zudem hat er seither etliche Stunden vor dem Fernseher gesessen, um die Tricks der QVC-Moderatoren zu studieren.

    Lampenfieber vor seinen ersten Live-Auftritten als Gesicht der Verkaufsplattform hat er nicht. „Man muss, glaube ich, einfach authentisch sein. Die Begeisterung für die Produkte muss echt sein.“ Viel reden und schnell umschalten kann er jedenfalls, „und im Studio bekomme ich ja Unterstützung von Experten für die Produkte“. Ob er Angst hat? Schließlich sind Verkaufssendungen häufig ein gefundenes Fressen für Satiriker wie Oliver Kalkofe… „Es kann natürlich sein, dass so eine Sendung polarisiert. Wenns mir wichtig wäre, allen zu gefallen, wäre es wahrscheinlich nicht der richtige Job.“ Wer nicht mag, kann ja wegklicken.

    Cedric ist überzeugt vom Erfolg des Internet-Projektes. „Das Spannende für mich ist, dass ich bei etwas dabei bin, was sich jetzt gerade erst entwickelt“, sagt das Model. „Das ist besser, als in ein fertiges Konzept passen zu müssen. Ich kann mich damit identifizieren und mitgestalten.“

    Viel Zeit für andere Jobs wird ihm erst mal nicht bleiben. Vorerst ist er fest angestellter Moderator. Etliche Stunden Live-Präsentation sind geplant. Bevors richtig losgeht, startet er mit täglich vier Stunden als Testphase. Sozusagen zum Warm-Reden. Danach wirds voraussichtlich doppelt so viel sein.

    Der geplante Kenia-Urlaub ist abgesagt; die Freizeitaktivitäten runtergefahren. Alle Konzentration gilt nun dem neuen Job. Mit einer Ausnahme: Den RTV-Judo-Teams drückt er nach wie vor die Daumen. Und hat seinen neuen Arbeitgeber auch gleich für die Trikot-Werbung der Nachwuchs-Judoka gewonnen.

    MANYBUY

    INFOS Vor 14 Jahren begann Firmengründer Frank Felte bei Europas größtem Teleshoppingsender, seine Produkte erstmals Live via TV zu verkaufen. Jetzt ist „Manybuy“ auch im Internet vertreten. Dort kann man den Remscheider Cedric Pick als Moderator sehen. Zudem werden Werbespots mit ihm gezeigt.

    1. www.manybuy.de

    Quelle: https://www.rga.de/lokales/remscheid/remscheider-wird-moderator-teleshopping-plattform-manybuy-4553075.html

  • Künftig hört man Pick nicht nur

    Man kennt ihn als Manager der RTV-Judoka. Auch als Stadionsprecher des FC Remscheid hat Cedric Pick in der Vergangenheit schon Eindruck hinterlassen.

    Mit beiden ehrenamtlichen Tätigkeiten lässt und ließ sich für den sportbegeisterten Remscheider aber kein Geld verdienen. Deshalb treibt er seine journalistische Laufbahn an: Hat Cedric Pick in der vergangenen Spielzeit noch fürs Radio aus den niedersächsischen Bundesligastadien berichtet, so wird der 30-Jährige künftig auch vor der Kamera zu sehen sein.

    Er gehört einem 18-köpfigen Kommentatoren-Team der Telekom an. Das Magenta-Unternehmen wird in der neuen Spielzeit alle 380 Partien der 3. Liga übertragen, einen ordentlichen Batzen davon übernimmt Pick. Seine ersten beiden Einsätze führen ihn zu Teams in NRW. Am kommenden Samstag verantwortet Pick im Südstadion die Partie zwischen Fortuna Köln und dem VfR Ahlen. Eine Woche später, am 1.8, steht er bei den SF Lotte gegen den SC Paderborn am Spielfeldrand. ad

    Quelle: https://www.rga.de/lokalsport/kuenftig-hoert-pick-nicht-8495492.html


  • Cedric Pick

    Bei Anpfiff Pick!

    Manche gehen die Karriereleiter Stufe um Stufe. Manche nehmen fünf Leitern, steigen auf, ab, um. Und schaffen es trotzdem. So wie der Remscheider Cedric Pick, der fürs Internetfernsehen Bundesligashows moderiert und nebenbei beim Radio arbeitet.

    „Ich war morgens um sieben der Erste im Büro und nachts um zwei raus. Ich lief wie an der Uhr gezogen.“
    Cedric Pick

    Es gibt Menschen, die sehen eine Karriereleiter und nehmen die erste Stufe. Dann die zweite, dann die dritte. Und es gibt Menschen wie Cedric Pick. Die erwischen nicht nur fünf Leitern, sie nehmen auch jeweils vier Stufen auf einmal, purzeln wieder runter, rappeln sich auf, steigen nach oben, geraten ins Stolpern, bis sie irgendwann, nach Jahren, die eine Leiter erwischen, die weder wackelt noch morsche Sprossen hat. Die einen nicht stürzen lässt.

    Bevor Cedric Pick für Telekom Sport die Drittliga-Fußball-Live-Show im Internet moderieren durfte, parallel zu seinem Nachmittagsjob als Moderator bei Antenne AC, dem Aachener Lokalradio, stieg er einige Male steil auf. Und kam ins Straucheln. Vielleicht, weil er seiner eigentlichen Berufung, zu moderieren, zu kommentieren, im Rampenlicht zu stehen, anfangs nicht gefolgt war?

    Die Rolex im Colosseum von Rom

    Denn nach dem Abi ging der ehemalige Bundesliga-Judoka und Waldorfschüler („Wir waren damals in Bergisch Born mit die Ersten, ich glaube für meine Empathie war das sehr gut“) mit 18 Jahren nach Köln, wollte Bürokaufmann werden. Als die Modelagentur, bei der er die Ausbildung absolvierte, nach anderthalb Jahren pleite ging, war er zwar nicht glücklich, aber auch nicht am Boden zerstört, denn: „Ich wusste da schon, dass ich nie als Kaufmann arbeiten würde.“ Also schlug der Sohn des rga-Sportmitarbeiters Gerhard Pick das Angebot aus, die Ausbildung in einem anderen Betrieb zu Ende zu bringen. Was nicht heißt, dass er nicht weiter kaufmännisch denken musste. Denn er wurde zum Vertriebler: „Das war Anfang 2010, eine große Versicherung suchte damals Leute, die Strukturvertrieb machen. Ich ging hin. Machte beim Motivationsworkshop mit. Und verkaufte fortan Versicherungen. Rund um die Uhr. Ich war um sieben der Erste im Büro und nachts um eins raus. Ich rekrutierte andere Verkäufer. Ich lief, wie an der Uhr gezogen.“

    Und Cedric Pick, damals Anfang 20, bekam die Gesetze des Strukturvertriebs mit. Höher, schneller, weiter. Schicke Penthouse-Wohnung, weil man das so machte. Porsche und Benz in der Tiefgarage, weil man sein Image als erfolgreicher Vertriebler ja pflegen musste. Und erfolgreich war er: „Es gab sechs Karrierestufen. Wenn man es in die vierte schaffte, bekam man eine zigtausend Euro teure Rolex verliehen. Ich bekam sie – im Colosseum in Rom.“ Kein Scherz, so lief das.

    Zwanzigmal schießen und irgendwann triffst du

    Und dann gar nicht mehr. Denn als nach zweieinhalb Jahren viele rekrutierte Kollegen hinschmissen und daraufhin ein Kunde nach dem anderen seine Versicherung vorzeitig kündigte, verlor auch Cedric Pick eine Menge Geld. Und stand Ende 2012 mit Schulden da. Lektion gelernt. Und sich gefragt: Was wolltest du eigentlich immer schon machen? Da war doch was mit Moderation, oder? Du warst doch immer gern im Fußballstadion. Wolltest immer hinters Mikro. Also los. Jetzt oder nie. Als Verkäufer in der Immobilienbranche schwamm sich der Remscheider wieder frei und nutzte gleichzeitig Kontakte, um hier mal zu modeln, da mal kleinere Events zu moderieren. Das Prinzip: Zehn-, zwanzigmal schießen, irgendwann triffst du schon. Klappte, denn ein Moderator des TV-Verkaufssenders QVC wurde auf Cedric Pick aufmerksam, engagierte ihn für einen neuen Web-TV-Sender.

    Den gibt es schon gar nicht mehr, aber Cedric Pick sammelte wertvolle Erfahrungen in Moderation, Menschenführung, Präsenz. Nebenher machte er beim FC Remscheid den Stadionsprecher. Ein Mittzwanziger, gut aussehend, charmant, clever. Vor allem aber: Mit dem unbedingten Willen, das zu erreichen, was er sich vorgenommen hat. Zugleich aber ausgeschlafen genug, nicht alles mitzumachen, was man ihm anbietet: Als RTL ihn als neuen Bachelor wollte, winkte er ab. Sein Traum war ein anderer.

    Ein ganzes Jahr im Wohnwagen gelebt

    Und was sich Menschen nicht so antun für die Verwirklichung ihres Traumes: Nachdem Cedric Pick in Aachen bei Antenne AC erstmals Fußballspiele live hatte übertragen dürfen, zog es ihn nach Braunschweig. Dort wurde ein junger Kommentator gesucht, unter anderem für die Bundesliga-Spiele des VfL Wolfsburg. Der Remscheider kannte in Braunschweig niemanden. Er hatte keine Wohnung. Er fuhr einfach hin. Bekam den Job. Lebte fortan ein Jahr lang dort – im Wohnwagen der Eltern. Bibberte bei minus sieben Grad, wenn er morgens zum Duschen die Sanitärräume des Campingplatzes aufsuchen musste. „Das war schon intensiv“, sagt er heute rückblickend und lacht. Nicht weniger intensiv, nicht weniger grenzwertig war das erste halbe Jahr 2017.

    Denn auch den Radiojob in Aachen behielt er, musste aber, da meist nicht so ganz langsam unterwegs auf deutschen Autobahnen, für sechs Monate den Führerschein abgeben. Also: Drei Stunden im Zug hin, sechs Stunden dort arbeiten, drei Stunden zurück. Wenn es glatt lief. Seit Juli kein Thema mehr, Cedric Pick hat den Führerschein zurück. Und noch einen neuen Job. Denn zwischendurch schickte er einfach mal eine Initiativbewerbung an thinXpool, die Produktionsfirma von Telekom Sport, die seit dieser Saison die Spiele der dritten Fußballliga überträgt. Zuschlag. Pick gehört zum Team, moderiert seit Juli regelmäßig für Telekom Sport bundesweit in den Stadien. Interviewt dafür noch in der Pause die Spieler und nicht erst nach dem Schlusspfiff. Übernimmt zudem Werbeauftritte für Sportartikelhersteller oder freie Moderationsjobs. Hat Cedric Picks Tag eigentlich mehr Stunden? Nein. Aber der Remscheider weiß, wie man sie nutzt. Und er weiß heute, welche Karriereleiter die richtige ist.

    Quelle: http://www.engelbert-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/EB_RS_4_17_web.pdf